
Antworten
der
Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU)
auf die Fragen des Aktionsbündnisses Alte Bäume
Heidi
Glowatzki
CDU-Bundesgeschäftsstelle
Bereich Politische Programme und Analysen
Klingelhöfer Straße 8
10785 Berlin
Tel. 030 / 220 70 326
Fax 030 / 220 70 321
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Alte, große Bäume als Elemente der Kulturlandschaft, die das Resultat einer langen Historie sind, bedürfen zur Erhaltung einer angepassten Pflege. Die CDU setzt sich daher für die Weiterentwicklung von Instrumenten des Natur- und Landschaftsschutzes wie bspw. des Vertragsnaturschutz und Einrichtung von Ökokonten für Pflegemaßnahmen ein. Dabei tritt die CDU ein für eine innovative und flexible Naturschutzpolitik. Instrumente und Maßnahmen müssen den jeweiligen lokalen und regionalen natürlichen Gegebenheiten sowie den ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedingungen angepasst werden. Kooperation mit den Betroffenen vor Ort ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine gelingende Naturschutzpolitik. Hierbei hat die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes auf Druck der Union eine wesentliche Stärkung des kooperativen Naturschutzes mit sich gebracht. Dabei ist das ehrenamtliche Engagement, beispielsweise in den Naturschutzverbänden, unverzichtbar.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Menschen nicht einfach nur neben der Natur lebt, sondern sich der Erhabenheit und Bedeutung der Natur als Teil der Schöpfung bewusst wird. Die Einstellung der Menschen zur Natur ist von großer Bedeutung. Darum soll die Bedeutung der Natur in Bildung und Erziehung einen noch höheren Stellenwert erhalten und der Sinn für Eigenverantwortung geschärft werden.
Insgesamt hat der Erhalt der Wälder eine zentrale Bedeutung, denn sie sind Lebensraum vieler Arten und die Lunge der Welt zugleich. Stärker als jemals zuvor müssen wir den Schutz der Wälder regional, national und international intensivieren. Im Rahmen einer nationalen Strategie fordern wir ein mit Ländern und Kommunen, mit Waldbesitzern und Landnutzern eng abgestimmtes Bundesprogramm zum Schutz der biologischen Vielfalt. Dabei sollen bundesweit innovative und vorbildliche Projekte zur gezielten und umfassenden Umsetzung von Biodiversitätszielen, von Naturentwicklung und Naturerlebnis, von Bildung und Ausbildung sowie von breitenwirksamer Werbung für die Belange von Schutz und Entwicklung der biologischen Vielfalt unterstützt werden. Ein solches Bundesprogramm sollte sich an Städte, Gemeinden und Landkreise, an Verbände des Natur- und Umweltschutzes und der Regionalentwicklung sowie an Schulen, Fachschulen und Hochschulen richten.
Wir sprechen uns für die Vernetzung ökologisch besonders wertvoller Gebiete in einem Verbundsystem aus. Wir streben ein europa- und weltweites System von Schutzgebieten unter stärkerer Einbindung der regional unterschiedlichen Kulturlandschaften an.